Fotografie

Aktuelle Fotoproduktionen, Gedanken zur Fotografie

Fotobücher – Fotografie festhalten und Geschenke finden

Das Fotobuch ist ein individuelles Geschenk für jeden Anlass. Das kleine und schicke Fotobuch passt in jede Handtasche. Wie wäre es, wenn man es als Geschenk für Deine Großeltern gestalten, sodass sie die Familie und den Enkel immer bei sich haben? Halte die Momente eines gemeinsamen Familienurlaubs fest und gestalte das Fotobuch in wenigen Schritten nach eigenem Wunsch. Die Geschichte Deiner Familie kann auf den wenigen Seiten festgehalten werden, sodass die schönsten Momente immer in Erinnerung bleiben werden.

Wofür eignen sich Fotobücher noch?

Des Weiteren eignet sich ein solches Fotobuch sogar als kleines Geschichten-Heftchen. Je nachdem, wie viele Seiten man mit den Fotos und Texten bestücken will, kann man bis zu 144 Seiten nutzen. Das Format von 19 cm x 13 cm passt einfach in jede Handtasche. Suche Dir das eigene Cover aus – ein Hardcover eignet sich für ein Fotobuch dieses Formates ideal, damit die Seiten mit Bildern und Geschichten in der Handtasche geschützt sind.

Fotos einkleben und handschriftlich Texte formulieren gehört nun der Vergangenheit an. Es wird nicht gerade leicht, das eigene Fotobuch zu gestalten. Plane ein wenig Arbeit mit ein. Nun kann man die individuellen Seiten allerdings Schritt für Schritt mit der Software gestalten. Schnell und einfach kann man die Designs und Hintergründe aussuchen und die liebevollen Sprüche in das Textfeld eintragen. Wähle gleichzeitig die Schriftart aus und passe diese auf die Thematik Deines Fotobuches und das Design an.

Aber natürlich muss heutzutage nicht alles im Fotobuch bleiben. Fast jeder hat ständig sein Smartphone dabei. Dieses möchte man auch schützen mit entsprechenden Hüllen von Cadorabo oder anderen Anbietern. Hat man eine entsprechende Hülle, kann man sich seine Lieblingsmotive, welche man bereits in Fotobüchern festgehalten hat, ebenfalls auf sein Smartphone Cover drucken lassen.

Mittels Software die schönsten Fotografien festhalten

Durch die Software bekommt man verschiedene Möglichkeiten, das eigene Fotobuch gestalten zu können. Die Software lässt sich in wenigen Minuten auf den heimischen PC herunterladen und steht Dir sofort zur Verfügung. Alle Fotos kann man automatisch in das Fotobuch einfügen, die Bilder drehen, zuschneiden oder sogar vergrößern und verkleinern. Man kann individuelle Textfelder einbauen oder kleine Sprechblasen setzen. Sogar mit Sprüchen zu den einzelnen Fotos gibt es verschiedene Möglichkeiten. Deinen individuellen Gestaltungsmöglichkeiten sind bei einem Fotobuch keine Grenzen gesetzt.

Gerade in dem Bereich gibt es sehr viele interessante Möglichkeiten, um die schönsten Momente der Fotografie festzuhalten und individuell gestalten zu können.

Antifotografische Hysterie – Ein Erlebnisbericht

Gestern besuchte ich anlässlich ihrer Ateliereröffnung eine freundschaftlich verbundene Künstlerin in ihren neuen Räumen und hatte meine – etwas größere – Videokamera dabei. Meiner Bitte, einige Aufnahmen vom Ambiente machen zu dürfen, entsprach sie gern. Anders einige der anwesenden Gäste: es kamen Kommentare wie “das werden jetzt wohl die Aufnahmen fürs Fernsehen”, aber auch böse Stimmen wie “Aufnahmen sind hier verboten”, “dies ist eine Privatveranstaltung” – und das, obwohl ich die Gastgeberin zuvor um Erlaubnis gefragt hatte. Sie selbst war auch sehr erstaunt über die “Empfindlichkeit und Ängstlichkeit” ihrer Gäste. Andererseits zückten einige andere Besucher ihr Handy, um Bilder zu machen, und das störte offenkundig niemanden.

In der S-Bahn auf dem Heimweg habe ich dann einige Aufnahmen angesehen, als eine Mutter mit ihrer etwa achtjähriger Tochter einstieg. Offenkundig deutete das Kameraobjektiv – mit Deckel geschlossen – in diesem Moment in Richtung Tochter, die dann ihrer Mutter erzählte, ich hätte sie gefilmt. Diese Mutter protestierte gleich gegen mein vermeintliches Verbrechen und – nachdem ich ihr möglichst glaubhaft versichert hatte, dass ich ihre Tochter keineswegs gefilmt hätte – diskutierte dann lauthals mit dem halben Abteil, wer denn nun spinne, sie, die Tochter oder ich. 

Offenbar wird professionelle Fotografie oder Videografie heute fast sofort als Verbrechen angesehen, sobald man dies in der Öffentlichkeit betreibt, obwohl fast jeder sein Smartphone in der Hand hält und fast alles so gut wie unbemerkt fotografieren oder filmen könnte – von der Omnipräsenz der Videoüberwachung im öffentlichen Raum ganz abgesehen. Absurde Welt.

Street Photography geht doch!

In der Street Photography engagierte Fotografen verfolgen seit Jahren den Fall Espen Eichhöfer, der Ärger mit einer Street Photography bekommen hat, weil die abgebildete Person sich darauf erkannte und Einspruch gegen die Veröffentlichung des Bildes erhob und das Gericht ihr zustimmte. Wer mag, kann dies sehr detailliert z. B. bei c/o Berlin nachlesen. Es hatte sich die bedrohliche Konsequenz abgezeichnet, dass Street Photography als Kunstform nunmehr gar nicht mehr möglich sei, da keinerlei Abbildung von Personen ohne deren Zustimmung erlaubt schien. Espen Eichhöfer hat sich dann entschlossen, die Angelegenheit bis vor das Bundesverfassungsgericht zu bringen, das die Annahme der Beschwerde zwar verweigert, aber immerhin auch begründet hat. Und diese Begründung gibt Anhängern der Street Photography und, wie ich meine, auch Videokünstlern mit entsprechenden Ambitionen, Anlass zur (gedämpften) Freude. Die genaue Begründung und die Einschätzung des Anwalts von Espen Eichhöfer findet sich hier. 

Ich zitiere die wichtigsten Passagen aus der Einschätzung des Anwalts, wie dort veröffentlicht:

 “Trotzdem [trotz der Weigerung, den Fall zu verhandeln, HW] ist Gutes mit diesem Beschluss erreicht worden. Denn der Beschluss enthält einige Ausführungen, welche die rechtliche Situation der Straßenfotografie in Deutschland stärken.

So hat das Bundesverfassungsgericht z.B. festgestellt, dass es sich bei dem streitgegenständlichen Foto um ein Kunstwerk handelt. Damit ist höchstrichterlich festgestellt worden, dass bei solchen Fotografien nicht nur das Anfertigen, sondern auch deren Ausstellung von dem Schutzbereich der grundgesetzlichen Kunstfreiheit erfasst ist. Hierauf können sich Straßenfotografen nun bei vergleichbaren Fällen berufen. Das konnte sie zwar auch vorher, nun liegt aber eine Bestätigung des Bundesverfassungsgerichts dafür vor.

Das Bundesverfassungsgericht erkennt die Straßenfotografie grundsätzlich als eine Kunstform an. Zudem stellt es fest, dass für diese Kunstform die ungestellte Abbildungen von Personen ohne deren vorherige Einwilligung „strukturtypisch“ sei. Dieser „Eigengesetzlichkeit der Straßenfotografie“ habe die Rechtsprechung gerecht zu werden. Das aber habe das Kammergericht getan, da es die „Art der Präsentation“ des Fotos von Espen zum „zentralen Punkt“ seiner Argumentation gemacht habe. Hierdurch bringt das Bundesverfassungsgericht zum Ausdruck, dass nicht das Foto selbst und auch nicht die fehlende Einwilligung der Abgebildeten die Persönlichkeitsrechtsverletzung begründet haben, sondern die Art und Weise der Ausstellung. Der entscheidende Satz in dem beigefügten Beschluss heißt:

„Indem es die Schwere der Beeinträchtigung des Persönlichkeitsrechts der Klägerin aus der Art der Präsentation des Bildes als großformatigen Blickfang an einer öffentlichen Straße herleitet, hat das Kammergericht nicht verkannt, dass es mit der Kunstfreiheit nicht vereinbar wäre, ihren Wirkbereich von vornherein auf Galerien, Museen oder ähnlich räumlich begrenzte Ausstellungsorte zu begrenzen, sondern hat die besondere Persönlichkeitsverletzung der Klägerin durch die hervorgehobene Präsentation auf einer großformatigen Stelltafel an einer der verkehrsreichen Straße einer Millionenstadt zum zentralen Punkt seiner Abwägung gemacht. Damit hat das Kammergericht die ungestellte Abbildung von Personen ohne vorherige Einwilligung, welche strukturtypisch für die von Straßenfotografie ist (…), nicht generell unmöglich gemacht.“

Weitere Auszüge aus dem Beschluss des Verfassungsgerichts: 

“Die Kunstfreiheit ist in Art. 5 Abs. 3 Satz 1 GG zwar vorbehaltlos, aber nicht schrankenlos gewährleistet. Die Schranken ergeben sich insbesondere aus den Grundrechten anderer Rechtsträger, aber auch aus sonstigen Rechtsgütern mit Verfassungsrang (BVerfGE 142, 74 <101 f. Rn. 84> m.w.N.; stRspr).

Es ist natürlich unsinnig, eine ‘Persönlichkeitsverletzung’ nicht vom Inhalt des Bildes, sondern von seiner Präsentationsgröße abhängig zu machen, also ob z. B. bis 1,49 m Größe es noch in Ordnung wäre, ab 1,50 cm nicht mehr. Aber es wurde eben immerhin festgestellt, dass Street Photography eine Kunstform ist und dass dazu gehört, dass Menschen ohne ihre Zustimmung fotografiert werden, sofern dies nicht in herabwürdigender Weise geschieht. Geringfügige Beeinträchtigungen des Persönlichkeitsrechts sind allemal zu dulden. Das sollte uns Fotografen wieder Mut machen, mit der Kamera in den Alltag, auf die Straße zu gehen und dort zu fotografieren, was das Zeug hält!

Vaginas im Angebot!

“Dr. Suporn Watanyusakul zeigt seiner Patientin Olivia Thomas ihre neue Vagina nach einer Geschlechtsumwandlungsoperation in einem Krankenhaus in Chonburi, in der Nähe von Bangkok, Thailand”. So lautet die Bildunterschrift unter einer Fotografie in der “Profifoto” Nr. 4/2018. Auf dem Foto sieht man dann leider jedoch nicht die neue Vagina, sondern nur die genannten Personen und die rosa Rückseite eines Spiegels, in dem Frau Thomas ihr neues Kleinod betrachtet.

Wäre es nicht mutiger gewesen, die neue Vagina auch tatsächlich zu zeigen? Schließlich will die Öffentlichkeit ja sehen, wie so ein künstliches Gebilde dann aussieht!

Der Tod und die Fotografie

Grabstatue
Grabstatue

Gedankengänge zum Thema Tod werden im Alltag normalerweise immer beiseite geschoben, nicht nur, weil es sich dabei scheinbar um ein Tabuthema handelt, sondern auch, weil es persönlich ein sehr sensibles Thema ist. Stirbt ein geliebter Mensch, wissen wir gar nicht mehr, wo uns der Kopf steht. Es gibt Fotografen, die Projekte in diesem Bereich visualisieren. Ob das Visualisieren den eigenen Geschmack, den eigenen Nerv trifft, muss jeder selbst einschätzen. Dies beginnt schon bei Trauerkarten, die auch mit einem Bild versehen werden können. Mehr zu Trauerkarten finden Sie online.

Tod und Kunst
Der Tod ist an und für sich ein schwieriges Themengebiet. Ihn fotografisch zu dokumentieren oder symbolisch darzustellen, ist eine intime Angelegenheit. Wenn wir an Werbung denken, trifft man den Tod zwar häufiger an als angenommen. In diesem Fall wird aber meistens auf einen humoristischen Effekt abgezielt. Kommt es zu einem Trauerfall, kann eine fotografische Aufnahme für Hinterbliebene ein wichtiges abschließendes Geschenk sein, welches auch bei der Trauerarbeit helfen kann. Die Gründe für solche Aufnahmen sind vielschichtig und vor allem emotionaler Natur.

Schaut man zurück auf die Weltgeschichte, so ist das Zeichnen oder Modellieren des Todes etwas, was sich durch alle Kulturen zieht. Hans Baldung Grien war ein deutscher Maler, der zu den herausragenden Künstlern der Renaissance gehörte. Zu seinen bekannten Werken zählt „Der Tod und das Mädchen“: hier wird grausiges Erschauern und Erotik verbunden. Ab dem 18 Jahrhundert wurde in der Malerei nicht mehr der Sterbende allein und damit der Prozess des Sterbens dargestellt, sondern vielmehr seine trauernden Angehörigen.

Die zeitgenössische Kunst setzt sich viel radikaler mit dem Thema auseinander. Werke polarisieren in der Moderne und sind viel greifbarer, plastischer. In dem Kontext muss ich an Gunther von Hagens denken, eigentlich ein Mediziner und der Erfinder der Plastination. Dies ist ein Verfahren, bei dem der Körper plastiniert und dauerhaft konserviert wird, d.h. die Zellflüssigkeit wird durch einen reaktiven Kunststoff ersetzt. Seine Ausstellung „Körperwelten“ zeigt derart plastinierte Körper. Die Art seiner Präsentation unter Einbeziehung von ästhetischen und künstlerischen Aspekten wird häufig aus religiösen, ethischen und ästhetischen Gründen kontrovers diskutiert.

Fazit
Die Darstellungen des Todes in der Kunst haben sich über die Jahrhunderte hinweg stets gewandelt, doch die Faszination ist immer dieselbe geblieben. Aus ihr wird neue Inspiration wachsen, egal ob über diese emotional diskutiert wird oder nicht. Der ewige Schlaf bleibt für jeden von uns etwas Subjektives.