Events

Horst Werner berichtet über interessante fotografische Events

PhaseOne IQ 250 Präsentation

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Gestern hat PhaseOne in Berlin bei Delight Rental ihr neues Digitalback IQ 250 vorgestellt – das erste Mittelformat-Back mit CMOS-Sensor (von Sony), der Sensortyp,der in allen modernen Kleinbild-Spiegelrelflexkameras verbaut wird. Technische Details zum Back sind hier zu finden, der Preis beträgt wohl rund 25.000 €.

Als begeisterter Anhänger des PhaseOne-Systems (ohne es mir bislang geleistet zu haben), war ich natürlich sehr gespannt auf selbst fotografierte Ergebnisse, gerade auch im Vergleich zu den bisherigen Backs auf CCD-Grundlage. Schon der erste Schuss überzeugte: es gab bei DRS nur die normale Geschäftsbeleuchtung, die eher karg ausfiel, dennoch konnte ich mit offener Blende und Belichtungzeiten von 1/50 bis 1/80 Sekunde bei ISO 3200 recht scharfe, farbneutrale (Automatischer Weissabgleich) und insgesamt angenehm rauscharme Bilder aufnehmen.

Dagegen fielen die Ergebnisse mit dem CCD-Back IQ 280 unter diesen Bedingungen recht enttäuschend aus – bei ISO 3200 hat man bekanntlich nur 20 der 80 Megapixel zur Verfügung (“Sensor+-Technologie), und dennoch rauschen die Bilder gewaltig, und auch gegenüber 800 ISO ist der Eindruck vom IQ 250 bei 3200 ISO besser.

Wenn also künftig Mittelformatfotografie, dann auf CMOS-Basis, mein Fazit.

Horst Werner’s Fetish Fantasies

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Einladung

zur Ausstellung „Horst Werner’s Fetish Fantasies“ von Horst Werner

Im Rahmen ihrer Veranstaltungsreihe

Kunst +Suppe

freut sich die FotoremiseBerlin, die Austellung

Horst Werner’s Fetish Fantasies

in ihren Räumen präsentieren zu dürfen.

War ist coming by Horst Werner
War ist coming by Horst Werner

Vernissage Samstag, 26. Oktober 2013, ab 19:00 Uhr.
Sie und Ihre Freunde sind herzlich eingeladen!

Es wird wie immer eine nahrhafte Suppe zur Stärkung gereicht.

Die Ausstellung wird gezeigt bis zum 13.12.2013
Öffnungszeiten nach Vereinbarung.

Sie erreichen die FotoremiseBerlin in der Emdenzeile 14, 13585 Berlin-Spandau, durch das Hoftor zum Hinterhof.

„Horst Werner’s Fetish Fantasies“ ist eine Präsentation der in langen Jahren der engagierten Fetisch-Fotografie angesammelten Lieblings-Fetisch-Motive des Berliner Fotografen Horst Werner. Lassen Sie sich überraschen!

Die Ausstellung ist nicht jugendfrei und kann daher hier nicht genauer beschrieben werden.

Kontakt
Horst Werner, Tel. (030)6113980
hw@horstwerner.com
www.horstwerner.com

FotoremiseBerlin
Holger Rösch, Tel. 0178/2017860
info@fotoremise-berlin.de
www.fotoremise-berlin.de

2001 Odyssee im Weltraum – revisited

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Eigentlich ist es ja keine schlechte Idee des Astor-Kinos in Berlin am Kudamm, wahre Filmklassiker in einer sonntäglichen Matinee nach einer kurzen Einführung dem geneigten cineastischen Publikum noch einmal vorzuführen. Ob dazu aber eine völlig abgenudelte, “mäßig rotstichige” (in Wahrheit stark rotstichig, es waren fast keine anderen Farben mehr erkennbar), über 40 Jahre alte unrestaurierte verblichene und verkratzte, in den Tonspuren beschädigte Uraufführungskopie (70 mm) geeignet ist, wage ich zu bezweifeln. Eine solche Kopie mag historische künstlerische Bedeutung haben, zum Kennenlernen eines solchen Werks reicht sie nicht.

Wenn sich etwas über Stanley Kubrick sagen lässt, dann, dass er ein Perfektionist war, auch was die Bildqualität seiner Arbeiten angeht. Diese ließ sich nur schwach erahnen. Bereits die DVD-Kopie dieses Films weist eine wesentlich höhere Qualität aus, angemessene Kontraste und brillante Farben. Die Bluray-Version soll noch besser sein.  Warum wurde nicht diese vorgeführt, mit der auf der großen Leinwand wirklich ein neues Kennenlernen der künstlerischen Intention Kubricks und vieler von ihm plazierter bislang kaum sichtbarer Details möglich gewesen wäre?

Der Film selbst bleibt auch nach so langer Zeit hermetisch, verrätselt und kryptisch, und aus der großen Zahl der bis heute versuchten Deutungen (Internetrecherche genügt) hat sich keine als “gültige” oder “kanonische” Interpetation herausgeschält: Schickten Aliens den Monolithen? Steht er für die Aufrichtung megalithischer Steine, die den Menschen mit der kosmischen Ordnung ver- und in eine hierarchische Ordnung einbindet?  Bedeuet er gar das Aufnahmefenster der Filmkamera? Hat Kubrick im Film freimaurerische Symbole eingearbeitet (Horus-Auge über der Pyramide)?Verweist der mörderische Computer HAL auf das heraufziehende bedrohliche Computerzeitalter? Meint Kubrick mit HAL direkt IBM? Was passiert in der psychedelischen Reise am Ende des Films? Bringt das neue Wesen den Übermenschen oder das Ende de bekannten Menschheit? Und auch die Verschwörungstheoretiker haben Kubrick für sich entdeckt: mit “2001 – A Space Odyssey” habe er nur geübt, um die Mondlandung der Amerikaner möglichst gut zu faken, also vorzutäuschen: mögen die Astronauten auf dem Mond gewesen sein oder auch nicht – die brillanten Fotos und nicht so brillanten Filme sollen von Kubrick stammen.

Lohnenswert ist es allemal, den Film zu kennen – aber diese Kopie anzuschauen, war kein Genuss.

 

 

 

 

 

Karl Lagerfeld und das kleine schwarze Jäckchen

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Karl Lagerfeld ist neben seiner hauptberuflichen Tätigkeit als Modedesigner schon seit Jahrzehnten auch als Fotograf aktiv und verfügt natürlich über die entsprechenden Mittel und Kontakte, optimale, überzeugende Ergebnisse zu erzielen. Leider scheint das nicht zu helfen: über eine elegante Oberflächlichkeit, wie sie in der Modebranche weit verbreitet ist, kommt er nicht hinaus – will er vielleicht auch nicht.

Natürlich ist Karl Lagerfelds neueste Ausstellung mit Fotografien seiner Freunde und Bekannten, jeweils im schwarzen Chanel-Jäckchen, auch in Berlin zu sehen. Die Inszenierung ist beeindruckend: Man tritt ein in einen schwarzen Abgrund (U-Bahnhof Potsdamer Platz), wird durch elegante schwarz gekleidete Assistenten in die richtige Richtung gewiesen und kommt dann in den tunnelartigen natürlich ebenfalls dunklen Ausstellungsraum. Und dann sieht man sie: Unmengen langgestreckter Hochformatbilder in Schwarzweiss, alle Personen vor demselben Hintergrund im Studio in unterschiedlichen Posen und mit passenden Accessoires fotografiert. Aber was ist das? Uns werden keine glatten Prints gezeigt, keine klaren, differenzierten, abgestuften Schwarzweissdrucke, keine in sich ästhetischen Werke, sondern ziemlich grob gerasterte Ausdrucke, womöglich auf Laserprinter ausgegeben. Warum? Sollen die Bilder den Anschein von Zeitschriftendrucken erwecken? Jedenfalls zerstört Lagerfeld im Moment, in dem er uns seine Bilder zeigen will, diese durch ihre starke Aufrasterung, sie erhalten etwas Vorläufiges, stehen nur für den Augenblick wie Bilder in der Tageszeitung, sind morgen schon wieder vergessen.

Und so wird es wohl sein: das Projekt ist fertig, das nächste wartet – wie in der Modewelt die nächste Saison die bisherige vollständig auslöscht, löschen die Bilder seiner neuen Projekte die der alten aus. Es entsteht kein Werk, sondern nur Werbematerial für die Firma K. L. bzw. Chanel. Insofern macht es Sinn, dass die Ausstellung selbstverständlich kostenlos zu besuchen ist: eine optimale Werbeveranstaltung für das Imperium Karl. Selbstverständlich musste dann auch der Berliner Regierende Bürgermeister zur Eröffnung kommen – ärgerlich nur, dass König Karl erst drei Stunden nach der Eröffnung kurz auftauchte…

 

Ostkreuzschule für Fotografie

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Tag der offenen Tür in der Ostkreuzfotoschule am 12.11.2011

‘Arte Povera’ wohin man blickt: tief im berliner Osten verborgen, im Stadtteil Weißensee fern der neuen Touristenströme, die Berlin segmentieren, liegt versteckt im Hinterhof und verteilt auf zwei Gebäude diese Fotoschule. Sie geht in der Tradition der Lehre von Ernst Fischer auf einen geradezu mythischen charismatischen Gründer zurück, der das fotografische Geschehen in der DDR weitgehend geprägt haben muss, wenn man den Erzählungen seiner zahlreichen Adepten glaubt. Leider konnte ich ihn nicht persönlich kennen lernen, und sein fotografisches Werk steht hier nicht zur Diskussion.

Einfache Räume also, die notwendige, aber nicht übertriebene Ausstattung an Technik und eine große Aufmerksamkeit der anwesenden Dozenten für die Besucher. An den Wänden Arbeiten der Schüler, und nach wie vor das Bestehen auf der Arbeit mit Film und im Labor neben den natürlich vorhandenen Möglichkeiten der digitalen Bildbearbeitung.

Zeitungen der Ostkreuzschule Berlin
Die Jahreszeitungen

Die Studienergebnisse der Arbeit der letzten Jahre liegen vor als Zeitungen, gedruckt auf Zeitungspapier, wie es sich für vorwiegend ‘journalistische’ oder reportageartige Arbeiten gehört – worin sich ebenfalls eine Verweigerung, eine gewollte Reduktion auszudrücken scheint wie im gesamten Umgang mit der Fotografie: eine Nüchternheit, ein Sich-Zurücknehmen, eine Selbst-Beschränkung – bloß kein “schönes” Bild etwa, bloß kein voller Tonwertumfang, wie er eben im Zeitungsdruck nicht möglich ist, nur keine wirkliche Farbigkeit, wie sie in der Fotografie möglich wäre – hier wird eine Chimäre von Fotografie zelebriert, ein Gespenst, grau und matt und jenseits von schöner, zeitgeistiger oder zeitgemäßer Bildgestaltung in kommerzieller Fotografie. Ob das wirklich sein muss? Ob eine solche Verweigerungshaltung und Selbstbeschränkung gegen die vorherrschende Bilderwelt ankommt? Oder man sich hier unnötig eines ganzen Darstellungsspektrums beraubt? Wer mit so teuren Geräten wie Fotoapparaten ‘spielt’, hat sich auf die kapitalistische Warenwelt eingelassen – dann so zu tun, als würde man unmittelbar Zugang zu einer “Realität” jenseits dieser Warenwelt, jenseits der Welt des Scheins erreichen (wollen), bleibt ein Irrtum, wenn auch ein sympathischer: “Wahrheit” lockt, es werde das “tatsächliche” Leben gezeigt, der Schleier hyperästhetischer Vernebelung weggerissen, das Soziale dokumentiert; aber die gewonnenen Dokumente funktionieren nur im System, aus dem der Fotografierende kommt. Auf die “Realität” haben sie keinen Einfluss. Wenn sie aber ohnehin nur in unserem System funktionieren, sollten sie dann nicht so stark in Szene gesetzt werden wie möglich, um hier Wirkung zu entfalten? Sich, seine ästhetischen Mittel zurückzunehmen, wäre dann der ganz falsche Weg.

Adobe Masters Tour in Berlin

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Fort- und Weiterbildung gehört in der Fotografie wie in allen Berufen zur obligaten Begleiterscheinung, um die persönliche Qualifikation auf dem aktuellen Stand zu halten. Die 5.5 Master Suite von Adobe wurde auf diesem Event am 27.9. ausführlich vorgestellt von, man lese und staune, den “vier international anerkannten Evangelisten aus den Vereinigten Staaten”, die allerdings Greg, Jason, Rufus und Paul hießen und nicht Matthäus, Markus usw., und die auch nicht alle aus den USA kamen, sondern einer aus Italien, einer aus Australien. Aber diese Anspielung auf die Evangelisten war meinem Eindruck nach mehr als nur ein oberflächlicher Marketing-Scherz: wir alle saßen gemeinsam im Cinemaxx am Potsdamer Platz, und vor uns hatten wir veritable Wanderprediger, die uns die Wunder der neuen Software zeigten und uns zu Begeisterungsstürmen hinrissen mit der wiederholten Frage: “Is that cool?”, worauf die Glaubensgemeinschaft klatschte und jubelte. Hier wird offenbar – ähnlich wie in der Apple-Gemeinde – nicht nur eine sehr brauchbare Software verkauft, sondern gleich ein Gemeinschafts-, ein Zugehörigkeitsgefühl, es entsteht eine Glaubensgemeinschaft ähnlich einer Kirche. Liegt in diesem Surplus an Emotion das Erfolgsgeheimnis dieser amerikanischen Unternehmen wie Apple oder Adobe?

Auch die Struktur der Veranstaltung hatte etwas Totalitäres – es bestand keinerlei Wahlmöglichkeit, sich über bestimmte Produkte oder Aspekte zu informieren, sondern man mußte, wenn man denn mehr erfahren wollte, der von Adobe vorgegebenen Inszenierung bis zum Ende folgen und die verteilten Brosamen über die unterschiedlichen Produkte zusammensammeln. Als selbstständiger mündiger Erwachsener wäre mir wesentlich lieber gewesen, ich hätte die Möglichkeit gehabt, mich in Modulen gezielt über einzelne Produkte zu informieren. Aber das steht natürlich Verkaufsinteressen Adobes im Wege.

 

Studio-Workshop Porträt, Fashion und Akt

Am Samstag, dem 8. Oktober von 14 bis 17 Uhr veranstalte ich meinen nächsten Workshop zum Thema Porträt, Fashion und Akt mit dem hier gezeigten hinreissenden professionellen Model.


Themen:

Vorbereitung des Models /Makeup, Kleidung

Vorbereitung des Fotografen /Kamera, Software, Beleuchtungsmittel

Porträt /Objektiv, Brennweite, verschiedene Beleuchtungstechniken, Posing

Fashion /Anforderungen und Umsetzung: Aufnahmetechnik, Posing, Beleuchtung

Akt /Beleuchtungstechniken, Studioakt

Tipps zur Nachbearbeitung der Bilder

Teilnahmegebühr: 120 €, max. 3 Teilnehmer

Bei Interesse bitte eine Email schicken.