Das Schmuckstück

Welches Schmuckstück gemeint ist, lasse ich mal offen: das Collier oder die bezaubernde Frau oder die neue Kamera, die ich mit dieser Session eingeweiht habe, nachdem wieder einmal eine Nikon kaputt ging (Digitalkameras scheinen Verbrauchsartikel zu sein, nicht wahr?). Jedenfalls fotografiere ich gern auch erotische Porträts.
- Junge Frau mit Schmuck
- Frauenporträt mit Schmuck
- Halbakt
- Stolz
- Frauenporträt mit Schmuck
Spätherbst

- Verzweigt
- Ufer-Schilf
- Verwelkter Farn
- Herbstlaub
- Der Tümpel
- Rabenversammlung
- Welke Blätter
- Schafe
Foto-Location in Leipzig

Die Foto-Locations in und um Berlin scheinen rar zu werden: in Beelitz wird gemordet, wenn die Heilstätten nicht gerade gesperrt sind, in Berlin selbst werden so gut wie alle pittoresken Ruinen abgerissen und durch sterile Neubauten ersetzt, die Staatlichen Museen Preussischer Kulturbesitz halten erstmal die Hand auf, wenn man in “ihren” Schlössern und Gärten fotografieren will, und das Museum in Rüdersdorf folgt diesem unrühmlichen Beispiel. Was tun als Fotograf?
Nach Leipzig gehen: Dort steht dieses geräumige vier- bis fünstöckige Gebäude mitten in der Stadt und ist für alle Interessenten frei zugänglich – nicht einmal ein Verbotsschild findet sich. Es handelt sich um den ehemaligen “Grafischen Grossbetrieb Interdruck” in der Salomonstraße, Betriebsteil Tiefdruck. Vielleicht sehen wir uns im Frühjahr!
- Treppen-Figur, geköpft
- Dach alte Druckerei
- Eingang Druckerei Leipzig
- Graffiti
- Halle alte Druckerei
- Alte Druckerei
- Arbeitsraum alte Druckerei
- Abstrakt
- Farn alte Druckerei Leipzig
- Eingang alte Druckerei
- Neues Leben
- Gebäude alte Druckerei
- Graffiti alte Druckerei
- Dach alte Druckerei
- Alte Druckerei Leipzig
- Kanne
- Treppen-Dekoration
Festival of Light Berlin 2011

Festival of Light Berlin 2011 is on!
- Potsdamer Platz Festival of Light 2011
- Tempelhofer Freiheit, ehemals Zentralflughafen Tempelhof
- Brandenburger Tor Pink
- Figuren vor dem Brandenburger Tor
Test Phase One 645 DF und IQ 180 Teil 2

Die Arbeit mit Phase One 645 DF und IQ 180
Mit meiner schnellen Nikon-Spiegelreflexkamera arbeite ich im Studio sehr flott, um alle Gesichtsausdrücke der von mir Portraitierten einzufangen. Das führt mitunter zu unangebrachter Hektik und Eile, sodass ich mich bremsen muß. Im digitalen Mittelformat ist Schärfe, wo sie sein soll, oberste Verpflichtung, alle Fehler in der Schärfenebene werden gnadenlos sichtbar. Mit der gewichtigen PhaseOne-Kamera und der Verpflichtung, praktisch bei jedem Bild erst das Gesicht zum Scharfstellen anzuvisieren und dann mit fixierter Schärfe das Bild zu komponieren, zieht deutlich mehr Ruhe in die Sessions ein, ohne dass ich zu langsam würde für die Vielfalt der Mimiken. Kameraseitig gibt es keinerlei weiteren Hindernisse, der Autofokus ist blitzschnell und präzise, Aufnahmen im Rhythmus der Aufladezeit der Blitzanlage sind kontinuierlich möglich. Studioarbeit? Kein Problem.
- Model-Portrait
- Männer-Portrait im Grünen
Mit einer minimalen ISO-Einstellung von nur 35 gerät man im Freien selbst bei hellem Sonnenschein schnell an die Grenzen des Fotografierens aus der Hand – aber mit einem Stativ ist diesen Problemen abgeholfen, und die Kamera arbeitet erneut großartig. Allerdings macht sich gerade auf dem Stativ der Nachteil des einzigen Fokus-Bereichs bemerkbar: Ich muß die Kamera zum Anvisieren der Schärfe bewegen und dann wieder mit fixierter Schärfe zurückführen zur Komposition, und das ist auf einem Stativ fummelig. Mehrere Schärfepunkte wären hier wie im Studio eine ungemeine Hilfe. Davon abgesehen sind die Bildergebnisse mit den Objektiven von PhaseOne/Mamiya und Schneider-Kreuznach auch bei offener Blende mehr als überzeugend.
Dank des außerordentlich guten Herbst-Wetters konte ich eine Foto-Tour per Fahrrad durch Berlin unternehmen. Die Kamera lag, mit dem 45er Weitwinkel-Objektiv, gut gepolstert in einer Satteltasche und konnte schnell gezückt werden, wenn sich ein Motiv bot. Hier habe ich meist mit 100 ISO aus der Hand gearbeitet, und auch das war kein Problem – außer dass sich das Gerät im Hochformat wirklich schlecht halten lässt.
Bei der schließlichen Auswertung der Bilder wird dann doch deutlich, wie anspruchsvoll das IQ180-Back ist: ohne leistungsfähigen Computer zieht sich die Bearbeitung in Capture One doch etwas hin. Ist der Rechner jedoch hinreichend schnell – und arbeitet mit einer 64-bit-Version -, ist ganz erstaunlich, wie flott die großen RAW-Dateien mit Capture One verändert und ‘entwickelt’ werden. Dank der hervorragenden Integration des Backs in die Software ergeben sich sehr passende Basiseinstellungen, und die automatischen Korrekturmöglichkeiten von Objektiven und Position des Backs (Drehung und Perspektive sind leicht anzupassen) erleichtern die Arbeit ungemein.
Fazit: Wenn man bereits Erfahrungen mit Mittel- oder Großformatfotografie hat, ist die Umstellung auf diese Kombination problemlos, und die Arbeit ist einfach ein großer Spass mit sehr erfreulichen Ergebnissen.
Test Phase One 645 DF und IQ 180 Teil 1
Kamera – Back IQ 180 – Objektive
Als langjähriger Mittel- und Großformatfotograf war es mir ein Vergnügen, am verlängerten Wochenende die aktuelle PhaseOne-Kamera 645 DF und das neue Flaggschiff der PhaseOne-Rückteile, das IQ 180, ausgiebig zu testen, wobei “Test” meint, praktisch mit der Kamera zu arbeiten, im Studio und unterwegs. Irgendwelche Messungen oder Prüfungen habe ich nicht durchgeführt.
Die Geräte – Kameragehäuse, Digital Back und Zubehör und drei Objektive – wurden mir von einem sehr freundlichen Mitarbeiter von PhaseOne in einem sehr praktischen robusten Kunststoffkoffer gebracht und eingehend erklärt, und es ist alles dabei, was man benötigt, um sofort loszulegen: Kamera, Rückteil, Optiken, Akku, Ladegerät, Kabel, Software (Capture One DB). Was leider nicht existiert: ein deutschsprachiges Benutzerhandbuch oder eine Kurzanleitung. Dafür bekommt man einen eleganten Fächer, der die wesentlichen Themen auflistet, in englischer Sprache. Das ausführliche englische Benutzerhandbuch für das Rückteil kann/muss man sich von der PhaseOne-Homepage herunterladen.
- Der PhaseOne-Koffer
- PhaseOne Bedienungsanleitung als Fächer
- PhaseOne DF645
- PhaseOne 645DF mit Objektiven
- Doppelladegerät PhaseOne IQ 180
- Der seltene Fang – Bl. 4/150 mm, deutlich sichtbar die geringe Tiefenschärfe
- PhaseOne Testset DF645 und IQ180
- PhaseOne IQ180 Rückansicht
Die Kamera überzeugte mich nach kurzem Gebrauch durch ihre durchweg durchdachte professionelle “Bedienoberfläche” – alles erscheint dem Ziel untergeordnet, möglichst effizient damit arbeiten zu können, die wichtigen Funktionen haben einen eigenen Knopf, man muß in kein “Menu” gehen und Unterpunkte suchen, nichts ist hakelig oder fummlig wie manchmal bei den “kleinen” Spiegelreflexkameras von Nikon oder Canon – na gut, beim Entnehmen der CF-Speicherkarte dürfte diese Karte gern einen Millimeter weiter ausgeworfen werden, sodass sie sich leichter greifen ließe, aber das ist im Grunde kein Problem.
Etwas belastend und insofern gewöhnungs- oder trainingsbedürftig war für mich das erhebliche Gewicht – da werden in einer Studiosession aus der Hand schnell die Arme müde. Komplett mit 150mm-Objektiv und Batterien brachte die Kamera 2.736 g auf meine Küchenwaage – nicht gerade wenig. Hilfreich wäre sicher der V-Grip, mit dem die Kamera sich besser halten und auch vertikal besser verwenden ließe. Der war jedoch nicht dabei. Aber wozu gibt es im Zweifelsfall Stative? Eine Besonderheit der Phase One 645DF: sie erkennt, ob das verwendete Objektiv einen Zentralverschluß hat oder ob der kameraseitige Schlitzverschluß zum Einsatz kommen muß, und schaltet entsprechend um. Dies ist für optimale Fotografie mit Blitzlicht mitunter sehr wichtig, um z. B. wirklich scharfe Aufnahmen von bewegten Motiven zu bekommen. – Der Autofokus funktioniert wirklich schnell und präzise, wie die fertigen Bilder zeigen.
Und die Arbeit mit dem neuen Rückteil? Einfach genial – auf dem großen Display habe ich nach der Aufnahme alle wichtigen Informationen: Das Bild, das Histogramm, eine Anzeige für eventuelle Überbelichtungen und eine Schärfemaske, die zeigt, ob und wo im Bild scharfe Bereiche sind. Damit kann ich schnell und sicher bestimmen, ob die Aufnahme gelungen oder ob ein weiterer Schuss notwendig ist. Im Grunde gehe ich vor wie mit einer DSLR sonst auch: Prüfung der Aufnahme auf korrekte Belichtung anhand des Histogramms oder – einfacher und schneller – mit der Lichtermaske, und ggf. Einzoomen ins Bild, um die Schärfe zu kontrollieren. Dies funktioniert mit dem IQ 180 besonders elegant dank Touchscreen – ein Doppelklick genügt, und ich habe das Bild mit 100 % auf dem Schirm und kann den angezeigten Ausschnitt beliebig verschieben, aber auch stufenlos den Vergrößerungsfaktor verändern.
Was bietet das neue Rückteil noch:
- einen extremen Empfindlichkeitsbereich, beginnend bei 35 ISO bis zu 3200 ISO mit Sensor+, dabei werden je vier Pixel zu einem Wert zusammengefasst, wodurch die Bildgröße auf ein Viertel (in diesem Fall also 20 MP) verringert wird;
- ich kann durch die Bilder blättern wie auf dem IPhone,
- es kann ein künstlicher Horizont angezeigt werden, da das Rückteil seine Lage misst und speichert (entsprechend werden auch die Bilder gedreht, wenn man die Kamera dreht),
- die Benutzerführung ist übersichtlich und weitestgehend intuitiv, über den Touchscreen oder die vier manuellen Bedienknöpfe,
- es können verschiedene Kompositionsraster eingeblendet werden – mein Lieblingsraster unangefochten: die Fibonacci-Spirale!
Das Back verfügt über eigene Anschlüsse, um es an einer Technischen Kamera betreiben zu können, und eine LiveView-Funktion, die es dann ermöglicht, Bildkompositionen auszuführen, ohne eine Mattscheibe und entsprechende Schiebe-Geräte verwenden zu müssen – ausgesprochen praktisch! Gespeichert wird das Bildmaterial auf – möglichst große, möglichst schnelle – CF-Karten oder direkt in den Computer per Firewire 800. Das habe ich nicht ausprobiert, da ich keinen entsprechenden Anschluß am PC habe. Allerdings funktioniert es in Capture One Pro mit meiner Nikon ganz hervorragend, es spricht also alles dafür, dass das auch mit IQ 180-Back sehr gut klappt.
Die mitgebrachten Optiken, eigentlich das Wichtigste, denn wenn sie dem Back keine scharfen Bilder liefern, nützt es mir auch nichts: da haben wir zunächst das sogenannte “Standardobjektiv” von Schneider-Kreuznach, ein 80-mm/2,8 mit Zentralverschluß. Die Umschaltung zwischen manuellem und Autofokus erfolgt bei diesem wie bei allen Objektiven mit einem einfachen und schnellen Klick. – Mag sein, dass das 80er ein “Standardobjektiv” ist, weil es dem “natürlichen” Seheindruck entspricht – mir sind diese “Normal”-Ansichten meist zu langweilig. Lieber gehe ich ich in die Extreme mit deutlich größerem oder deutlich kleinerem Bildwinkel. Aber auch da hat PhaseOne etwas zu bieten: das 2,8/45mm-Weitwinkel von PhaseOne und das 2,8/150 mm von PhaseOne. Damit sind alle wesentlichen Brennweitenbereiche abgedeckt, und die Bild-Ergebnisse zeigen, dass die optische Qualität über jeden Zweifel erhaben ist.
Weiter in Teil 2 zur Arbeit im Studio und on location demnächst.
Country Weekend

Spätsommer, angenehmes Wetter, ein Ausflug aufs Land, zurück zur Natur? Nein, aber immerhin in eine agrarisch geprägte Gegend – westlich von Görlitz im Schöpstal.
- Teich mit Seerosen am Abend
- Soziales Leben: Kindergartenkinder verewigen sich
- Der Schöps fließt scheinbar harmlos durch sein Tal
- Ochsen auf der Wiese – ökologische Tierhaltung
- Toter Baum im Schöpstal
- “Weck”-Einmachzubehör wirbt mit Kinderherd für kommende Einkochende
- Göpelantrieb
- Jungkuh
- Haus am Abend im Schöpstal
- Fenster eines Hauses
- Die alten bäuerlichen Objekte eignen sich für “malerische” Arrangements
- Das dunkle Schaf
- Historischer Esstisch auf einem historischen Bauernhof
- Kunstwerke in der Guten Stube eines Bauernhofs
- Verschiedene Entenarten im Garten
- Vorratshaltung: ein Zwiebelbund
War is Coming!

Der ehemalige Flughafen Tempelhof, heute “Tempelhofer Freiheit” genannt, ist eine wunderbare Spielwiese, um seiner Fantasie freien Lauf zu lassen. Insbesondere die Flugzeuge vor Ort laden zu Inszenierungen ein:
Bedrohlicher Himmel, gefährlicher Fallout, giftige Gase, halbverhungerte Menschen, verlorene Kleidung, das nackte Überleben…

Rüdersdorfer Fundsachen

Auf der Suche nach interessanten Locations für meine Akt–und-Landschaft-Workshops habe ich in Rüdersdorf bei Berlin einige reizende Ecken gefunden: vom gut versteckten sowjetischen Autowrack über eine Wiese mit angeblich freilaufendem Bullen (zu sehen war er allerdings nicht) bis zu einigen Gebäuden aus der industriellen Geschichte der Region, die sich um Kalkabbau und-weiterverarbeitung und Zementindustrie dreht. Was hier aus dem Boden geholt wurde, findet man in Berlin als Bauwerke wieder. -
Der Aktworkshop in dieser Region findet Ende September/Anfang Oktober statt, wenn denn das Wetter mitspielt.
Eicheln am Boden

Stürmische Zeiten in Berlin -
die Eicheln liegen jetzt schon – und frisch grün – am Boden. Na wenigstens keine Londoner Verhältnisse… – Noch mehr zur Bedeutung und dem Nutzen der Eichel vgl. z. B. Charlotte Roche, Schoßgebete mit seinem eleganten Cover.
Business-Portraits on location

Vielfach verwenden unsere Kunden ihre – offenbar erfolgreichen – Bewerbungsporträts für ihre Online-Profile auf Internetseiten wie Xing, LinkedIn u.a. Dies ist durchaus legitim und angemessen, da wir unsere Bewerbungsbilder als Porträts auffassen und anfertigen. Aber es geht auch anders und vielleicht etwas persönlicher, wie diese Beispiele von Business- oder Image-Porträts einer jungen Frau aus Berlin zeigen: Die Wahl einer speziellen Location und aktives Posing vor Ort machen es wesentlich leichter, ein umfassenderes Bild einer Person zu vermitteln als in einem Studio-Porträt.
Sturm über Berlin Marzahn

Einer der großen Vorteile des Wohnens in Hochhäusern ist die grandiose Aussicht. So konnte ich denn auch gestern als Gast in einem solchen Haus erleben und fotografieren, wie sich über dem Stadtteil ein Sturm zusammenbraute und wieder auflöste. Sogar ein Stück Regenbogen war dabei, und dann dämmerte es auch schon.
- Sturm über Marzahn I
- Sturm über Marzahn II
- Sturm über Marzahn III
Akt im Stahlwerk – Workshop im Industriemuseum Brandenburg

Genau gezählt habe ich sie nicht, aber inzwischen dürften es mindestens zehn Aktworkshops gewesen sein, die ich an dieser location (Industriemuseum Brandenburg/Havel) durchgeführt habe, immer wieder mit neuen Schwerpunkten und anderen Bildideen, und immer mit ziemlich vielen Teilnehmerinnen und Teilnehmern, die allerdings immer genug Raum für ihre Arbeit fanden. Immer auch haben sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Industriemuseums dankenswerterweise äußerst kooperativ gezeigt.
Hier einige meiner eigenen Ergebnisse des diesjährigen Workshops:
Foto-Exkursion zur Pfaueninsel – Grundkurs Digitale Fotografie

Im Rahmen des von mir veranstalteten Grundkurses Digitale Fotografie am Photocentrum Wassertor haben wir in einer ganztägigen Exkursion die Pfaueninsel in Berlin fotografisch erschlossen.
- Schloß Pfaueninsel
- Meierei Pfaueninsel
- Palmen
- Kavalierhaus Pfaueninsel
- Fenster Meierei Pfaueninsel
- “Durchblick”
- Getreide, Pfaueninsel
- Schloss-Brücke
- Schloss Pfaueninsel
- Pfau
- Sommerwiese
- Im Gegenlicht
- Pfauen
Auffällig war, dass die Kursteilnehmerinnen und -teilnehmer ihre größte Schwierigkeit damit hatten, eine angemessene Blende, Zeiteinstellung und ISO-Zahl für ihre Kamera zu finden. Hier noch einmal die Grundgedanken zum Mitschreiben: (weiterlesen …)
Karneval der Kulturen Berlin 2011
Der Karneval der Kulturen in Berlin hat ja inzwischen eine richtige Tradition, und wie mit all solchen Dingen liegt mitunter in der Wiederholung der Reiz: Wie kostümiert sich etwa der Tscherkessische Kulturverein dieses Jahr?
Ich habe es bisher vermieden, mich unter die Zuschauer zu mischen und zu fotografieren, aber nachdem ich nun entschlossener Digital-Fotograf bin, war dieser Umzug eine willkommene Gelegenheit, meiner Leidenschaft fürs Bunte erneut zu frönen. Hier einige Ergebnisse:
Dawanda-Shop eingerichtet
Für Freunde digitaler Drucke von ausgewählten Fotos und Aquarellen habe ich gemeinsam mit Ricarda Dämmrich einen Online-Shop bei Dawanda eingerichtet. Wir freuen uns auf Besuch!
Spreepark 2011 revisited

Zum Sommeranfang 2011 hat das Hebbel-Theater am Ufer (HAU) den ehemaligen Vergnügungspark “Spreepark” in ein künstlerisches Projekt “Lunapark” verwandelt, die alten verfallenden Fahrgeräte und Installationen um Kunst-Ereignisse bereichert und so den zahlreichen Besuchern einen unterhaltsamen Aufenthalt beschert. Hier einige Impressionen.
- Alter Preis – alte Währung
Bildbeispiele digitales Mittelformat

Qualitativ hochwertige Fotografie war für mich lange Zeit verbunden mit der gekonnten Verwendung von Mittel- oder Großformatkameras, von Hasselblad und Sinar, mit denen ich lange Zeit fotografiert habe. Da der Verzicht auf die Arbeit mit Film angesichts der digitalen “Revolution” in der Fotografie unvermeidbar war, blieb zwischenzeitlich nur die Möglichkeit, mit digitalen Kleinbildkameras zu arbeiten. Digitiale Mittelformatsysteme mit ihren sehr hohen Kosten kamen für mich nicht in Frage. Dies scheint sich langsam zu ändern, mit neuen Modellen wie der Pentax 645 D scheinen bezahlbare sehr gute Modelle auf den Markt zu kommen, der sich noch weiter bewegen dürfte.
Ich hatte Gelegenheit, die 645D-Spiegelreflexkamera von Phaseone mit dem 60-Megapixel-Rückteil P 65 + zu testen und zeige hier einige stark heruntergerechnete Beispiele:
Auflösung, Klarheit, Detailreichtum der Fotos sind überwältigend! Ich habe den Eindruck, bei Menschen noch unter die Haut zu fotografieren. Das Handling ist makellos, wobei natürlich nicht ganz das Tempo von SLR-Kleinbildkameras erreicht wird. Verbunden mit der auf Wunsch geringen Tiefenschärfe ergeben sich mit dem digitalen Mittelformat wesentlich erweiterte fotografische Gestaltungsmöglichkeiten. Hinzu kommt die Option, die digitalen Rückteile auch an verstellbaren Kameras von Arca, Sinar, Cambo o.ä. zu zu benutzen.
Von der analogen zur digitalen Fotografie
Dieser Übergang war für mich langwierig und schwierig und ist auch noch nicht abgeschlossen: da hat man sich mühsam alle Kenntnisse und Fähigkeiten angeeignet, korrekt mit Kameras, Filmen, Chemie und Fotopapieren umzugehen, und verdient damit auch richtig Geld, und dann kommt die Digitalisierung und macht alles Schritt für Schritt überflüssig und unzeitgemäß. Natürlich mußte ich als Profi diese neue Technik beizeiten übernehmen, aber die alten Materialien blieben lange eigenes “Fleisch”, von dem zu sich zu trennen eben schwer fällt. Erst im letzten Jahr habe ich alle analogen Kameras und das entsprechende Zubehör verkauft.
Und ich muß zugeben: digitale Fotografie ist einfach großartig! Mit ihren enormen Möglichkeiten übertrifft sie analoge Standards bei weitem. Allerdings gilt es kontinuierlich, den ‘digitalen workflow’ zu optimieren und zu perfektionieren. Wie die Bilder organisieren, bearbeiten, in welchem Format speichern, wie ausgeben? Aktuell arbeite ich mit Capture One Pro 6 von Phase One, einem Hersteller digitaler Mittelformatkameras und -rückteile. Auf diese Software bin ich gestoßen, als ich die neue Phase One Kamera und das P65+-Rückteil getestet habe – mit begeisternden Resultaten!
Schlüsselbegriff in dem von Phase One vorgeschlagenen digitalen Workflow ist die Konsistenz des Arbeitsprozesses: es wird keine mehr oder weniger zufällige Bearbeitung einzelner Fotografien auf dem trial-and-error-Weg z. B. in Photoshop durchgeführt, sondern wir erzeugen einheitliche Bearbeitungen für ganze Bildgruppen, wobei jedes einzelne Bild immer noch eine individuelle Abstimmung erfährt. Dieser Vorgang ist vergleichbar mit der gezielten Entwicklung des Films im Labor. Erst durch Zuweisung entsprecheder Profile läßt sich aus den Bildern das herausholen, was wirkich vorhanden ist.
Hinzu kommt: in jedem Verwendungszweck – als Print, im Internet, als Drucksache oder auf dem Monitor – sieht das Bild gleich aus. Dies wird erreicht dadurch, dass die gesamte Bearbeitung des Fotos unter Beibehaltung des aufnahmespezifischen Farbprofils (des in die Kamera eingebetteten Farbprofils) erfolgt und erst am Ende je nach Verwendungszweck die Konvertierung in das dann erforderliche Profil durchgeführt wird.
Fotografie erforschen
Das analoge Fotolabor, die Dunkelkammer, ist abgeschafft, alle analogen Geräte – Kameras, Vergrößerungsgeräte und Zubehör – sind verkauft: Nach dem Abschied von der analogen Fotografie in den letzten Jahren und der nahezu unvermeidlichen Hinwendung zur digitalen Fotografie sehe ich ein großes Feld noch notwendiger Erforschung dieser Art, Bilder zu schaffen, der Erkundung ihrer Möglichkeiten und neuen Perspektiven.










































































































































