Roland Barthes

Steffen Siegel: Paradigma Fotografie

Kürzlich habe ich mir im Rahmen der Vortragsreihe “Turn on. Turn off. Über den Wandel von Paradigmen in den Künsten und Wissenschaften” an der FU Berlin diesen luziden, anregenden und unterhaltsamen Vortrag von Steffen Siegel angehört, wie er sich mit der Frage auseinandersetzt, was jenseits jeder inhaltlichen oder diskurstheoretischen oder geschichtlichen Bestimmung von Fotografie diese denn nun ‘wirklich’ sei.

Abgesehen von begriffsgeschichtlichen Prolegomena zum Ausdruck “Paradigma” 50 Jahre nach T. S. Kuhn unternahm er u.a. eine intensive Lektüre von Roland Barthes’ “Die helle Kammer”, wies die ontologische Rückbindung des Bildes durch Barthes im “so-ist-es-gewesen” an eine Realität zurück und machte deutlich, dass das Bild nur durch eine so gestimmte Wahrnehmung als Fotografie ‘glaubhaft’ wird. Continue reading

Bilderwahn: Zur Theorie der Fotografie

Ausschnitt aus meinem Essai in meinem Buch “Bilderwahn: Andrea”, edition photophil

Bilderwahn: Die Lust am Bild, die Sucht nach dem Bild, das in manchen Phasen fast wahnhafte Begehren, Bilder zu produzieren, zu gestalten, anzusehen… Dieses Phänomen will ich mit meinen Überlegungen nicht sowohl theoretisch analysieren, als vielmehr sein Feld markieren. Innerhalb der aufzuweisenden Landmarken warten noch viele Texte und Bildwerke auf eingehende Interpretation. Continue reading