Fotografie

Antifotografische Hysterie – Ein Erlebnisbericht

Gestern besuchte ich anlässlich ihrer Ateliereröffnung eine freundschaftlich verbundene Künstlerin in ihren neuen Räumen und hatte meine – etwas größere – Videokamera dabei. Meiner Bitte, einige Aufnahmen vom Ambiente machen zu dürfen, entsprach sie gern. Anders einige der anwesenden Gäste: es kamen Kommentare wie “das werden jetzt wohl die Aufnahmen fürs Fernsehen”, aber auch böse Stimmen wie “Aufnahmen sind hier verboten”, “dies ist eine Privatveranstaltung” – und das, obwohl ich die Gastgeberin zuvor um Erlaubnis gefragt hatte. Sie selbst war auch sehr erstaunt über die “Empfindlichkeit und Ängstlichkeit” ihrer Gäste. Andererseits zückten einige andere Besucher ihr Handy, um Bilder zu machen, und das störte offenkundig niemanden.

In der S-Bahn auf dem Heimweg habe ich dann einige Aufnahmen angesehen, als eine Mutter mit ihrer etwa achtjähriger Tochter einstieg. Offenkundig deutete das Kameraobjektiv – mit Deckel geschlossen – in diesem Moment in Richtung Tochter, die dann ihrer Mutter erzählte, ich hätte sie gefilmt. Diese Mutter protestierte gleich gegen mein vermeintliches Verbrechen und – nachdem ich ihr möglichst glaubhaft versichert hatte, dass ich ihre Tochter keineswegs gefilmt hätte – diskutierte dann lauthals mit dem halben Abteil, wer denn nun spinne, sie, die Tochter oder ich. 

Offenbar wird professionelle Fotografie oder Videografie heute fast sofort als Verbrechen angesehen, sobald man dies in der Öffentlichkeit betreibt, obwohl fast jeder sein Smartphone in der Hand hält und fast alles so gut wie unbemerkt fotografieren oder filmen könnte – von der Omnipräsenz der Videoüberwachung im öffentlichen Raum ganz abgesehen. Absurde Welt.

Street Photography geht doch!

In der Street Photography engagierte Fotografen verfolgen seit Jahren den Fall Espen Eichhöfer, der Ärger mit einer Street Photography bekommen hat, weil die abgebildete Person sich darauf erkannte und Einspruch gegen die Veröffentlichung des Bildes erhob und das Gericht ihr zustimmte. Wer mag, kann dies sehr detailliert z. B. bei c/o Berlin nachlesen. Es hatte sich die bedrohliche Konsequenz abgezeichnet, dass Street Photography als Kunstform nunmehr gar nicht mehr möglich sei, da keinerlei Abbildung von Personen ohne deren Zustimmung erlaubt schien. Espen Eichhöfer hat sich dann entschlossen, die Angelegenheit bis vor das Bundesverfassungsgericht zu bringen, das die Annahme der Beschwerde zwar verweigert, aber immerhin auch begründet hat. Und diese Begründung gibt Anhängern der Street Photography und, wie ich meine, auch Videokünstlern mit entsprechenden Ambitionen, Anlass zur (gedämpften) Freude. Die genaue Begründung und die Einschätzung des Anwalts von Espen Eichhöfer findet sich hier. 

Ich zitiere die wichtigsten Passagen aus der Einschätzung des Anwalts, wie dort veröffentlicht:

 “Trotzdem [trotz der Weigerung, den Fall zu verhandeln, HW] ist Gutes mit diesem Beschluss erreicht worden. Denn der Beschluss enthält einige Ausführungen, welche die rechtliche Situation der Straßenfotografie in Deutschland stärken.

So hat das Bundesverfassungsgericht z.B. festgestellt, dass es sich bei dem streitgegenständlichen Foto um ein Kunstwerk handelt. Damit ist höchstrichterlich festgestellt worden, dass bei solchen Fotografien nicht nur das Anfertigen, sondern auch deren Ausstellung von dem Schutzbereich der grundgesetzlichen Kunstfreiheit erfasst ist. Hierauf können sich Straßenfotografen nun bei vergleichbaren Fällen berufen. Das konnte sie zwar auch vorher, nun liegt aber eine Bestätigung des Bundesverfassungsgerichts dafür vor.

Das Bundesverfassungsgericht erkennt die Straßenfotografie grundsätzlich als eine Kunstform an. Zudem stellt es fest, dass für diese Kunstform die ungestellte Abbildungen von Personen ohne deren vorherige Einwilligung „strukturtypisch“ sei. Dieser „Eigengesetzlichkeit der Straßenfotografie“ habe die Rechtsprechung gerecht zu werden. Das aber habe das Kammergericht getan, da es die „Art der Präsentation“ des Fotos von Espen zum „zentralen Punkt“ seiner Argumentation gemacht habe. Hierdurch bringt das Bundesverfassungsgericht zum Ausdruck, dass nicht das Foto selbst und auch nicht die fehlende Einwilligung der Abgebildeten die Persönlichkeitsrechtsverletzung begründet haben, sondern die Art und Weise der Ausstellung. Der entscheidende Satz in dem beigefügten Beschluss heißt:

„Indem es die Schwere der Beeinträchtigung des Persönlichkeitsrechts der Klägerin aus der Art der Präsentation des Bildes als großformatigen Blickfang an einer öffentlichen Straße herleitet, hat das Kammergericht nicht verkannt, dass es mit der Kunstfreiheit nicht vereinbar wäre, ihren Wirkbereich von vornherein auf Galerien, Museen oder ähnlich räumlich begrenzte Ausstellungsorte zu begrenzen, sondern hat die besondere Persönlichkeitsverletzung der Klägerin durch die hervorgehobene Präsentation auf einer großformatigen Stelltafel an einer der verkehrsreichen Straße einer Millionenstadt zum zentralen Punkt seiner Abwägung gemacht. Damit hat das Kammergericht die ungestellte Abbildung von Personen ohne vorherige Einwilligung, welche strukturtypisch für die von Straßenfotografie ist (…), nicht generell unmöglich gemacht.“

Weitere Auszüge aus dem Beschluss des Verfassungsgerichts: 

“Die Kunstfreiheit ist in Art. 5 Abs. 3 Satz 1 GG zwar vorbehaltlos, aber nicht schrankenlos gewährleistet. Die Schranken ergeben sich insbesondere aus den Grundrechten anderer Rechtsträger, aber auch aus sonstigen Rechtsgütern mit Verfassungsrang (BVerfGE 142, 74 <101 f. Rn. 84> m.w.N.; stRspr).

Es ist natürlich unsinnig, eine ‘Persönlichkeitsverletzung’ nicht vom Inhalt des Bildes, sondern von seiner Präsentationsgröße abhängig zu machen, also ob z. B. bis 1,49 m Größe es noch in Ordnung wäre, ab 1,50 cm nicht mehr. Aber es wurde eben immerhin festgestellt, dass Street Photography eine Kunstform ist und dass dazu gehört, dass Menschen ohne ihre Zustimmung fotografiert werden, sofern dies nicht in herabwürdigender Weise geschieht. Geringfügige Beeinträchtigungen des Persönlichkeitsrechts sind allemal zu dulden. Das sollte uns Fotografen wieder Mut machen, mit der Kamera in den Alltag, auf die Straße zu gehen und dort zu fotografieren, was das Zeug hält!

Der Tod und die Fotografie

Grabstatue
Grabstatue

Gedankengänge zum Thema Tod werden im Alltag normalerweise immer beiseite geschoben, nicht nur, weil es sich dabei scheinbar um ein Tabuthema handelt, sondern auch, weil es persönlich ein sehr sensibles Thema ist. Stirbt ein geliebter Mensch, wissen wir gar nicht mehr, wo uns der Kopf steht. Es gibt Fotografen, die Projekte in diesem Bereich visualisieren. Ob das Visualisieren den eigenen Geschmack, den eigenen Nerv trifft, muss jeder selbst einschätzen. Dies beginnt schon bei Trauerkarten, die auch mit einem Bild versehen werden können. Mehr zu Trauerkarten finden Sie online.

Tod und Kunst
Der Tod ist an und für sich ein schwieriges Themengebiet. Ihn fotografisch zu dokumentieren oder symbolisch darzustellen, ist eine intime Angelegenheit. Wenn wir an Werbung denken, trifft man den Tod zwar häufiger an als angenommen. In diesem Fall wird aber meistens auf einen humoristischen Effekt abgezielt. Kommt es zu einem Trauerfall, kann eine fotografische Aufnahme für Hinterbliebene ein wichtiges abschließendes Geschenk sein, welches auch bei der Trauerarbeit helfen kann. Die Gründe für solche Aufnahmen sind vielschichtig und vor allem emotionaler Natur.

Schaut man zurück auf die Weltgeschichte, so ist das Zeichnen oder Modellieren des Todes etwas, was sich durch alle Kulturen zieht. Hans Baldung Grien war ein deutscher Maler, der zu den herausragenden Künstlern der Renaissance gehörte. Zu seinen bekannten Werken zählt „Der Tod und das Mädchen“: hier wird grausiges Erschauern und Erotik verbunden. Ab dem 18 Jahrhundert wurde in der Malerei nicht mehr der Sterbende allein und damit der Prozess des Sterbens dargestellt, sondern vielmehr seine trauernden Angehörigen.

Die zeitgenössische Kunst setzt sich viel radikaler mit dem Thema auseinander. Werke polarisieren in der Moderne und sind viel greifbarer, plastischer. In dem Kontext muss ich an Gunther von Hagens denken, eigentlich ein Mediziner und der Erfinder der Plastination. Dies ist ein Verfahren, bei dem der Körper plastiniert und dauerhaft konserviert wird, d.h. die Zellflüssigkeit wird durch einen reaktiven Kunststoff ersetzt. Seine Ausstellung „Körperwelten“ zeigt derart plastinierte Körper. Die Art seiner Präsentation unter Einbeziehung von ästhetischen und künstlerischen Aspekten wird häufig aus religiösen, ethischen und ästhetischen Gründen kontrovers diskutiert.

Fazit
Die Darstellungen des Todes in der Kunst haben sich über die Jahrhunderte hinweg stets gewandelt, doch die Faszination ist immer dieselbe geblieben. Aus ihr wird neue Inspiration wachsen, egal ob über diese emotional diskutiert wird oder nicht. Der ewige Schlaf bleibt für jeden von uns etwas Subjektives.

Traumjob Model?

Portrait Model Angelika
Model-Portrait

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Beruf des Models ist für viele Mädchen ein Traum. Einmal auf der großen Bühne stehen und Klamotten für tausend Euro tragen. Den meisten vergeht dieser Traum wieder mit der Zeit, da sie verstehen, dass dieser Job nicht ohne ist.

 

Das geschäftliche Modeln fing Anfang des 20. Jahrhunderts an und wurde noch von den Schneiderinnen und Kunden praktiziert. Das änderte sich, als Modehäuser Designermarken vermarkten wollen. Es etablierte sich das amerikanisch-englische Wort „Supermodel“, was ein Model bezeichnet, das eine eigene Prominenz aufbauen konnte. Eines der ersten Supermodels war Lisa Fonssagrives. Heute gibt es viele berühmte Models, da Modemarken bei ihrer Werbung vermehrt auf Promis setzen, da Promis die Ikonen vieler Leute sind.

Vor allem Jugendlichen ist es wichtig, gut auszusehen und ein bisschen im Trend mit zu schwimmen. Wer das nicht macht, kann in einen sozialen Ausschluss geraten und schlimmstenfalls Opfer fieser Mobbingattacken werden. Kein anderes Eigentum führt in der Schule zu mehr verbalen und körperlichen Verletzungen als die Klamotten, die man trägt. Marken wie Adidas oder Nike haben sich so sehr in der Modewelt eingebürgert, dass mehr als die Hälfte der jugendlichen Deutschen mindestens ein Paar Schuhe von einer dieser Marken besitzt. Man findet sie im Internet unter anderem auf takemore.net.

Warum ist es also kein großer Spaß ein Supermodel zu sein, wenn man doch immer die angesagtesten Klamotten tragen darf?

Erstens muss man als Model immer auf die Ernährung achten. Fettiges und kalorienreiches Essen sind tabu, wenn sie ihren Job behalten wollen. Das liegt daran, dass sie die „optimale Figur“ beibehalten müssen, welche als sehr schlank und langbeinig bezeichnet wird. Models gehen für ihr Aussehen bis zur Magersucht, was definitiv keine gesunde Sache ist. Abweichungen gibt es im neuen Stil der Curvy-Models, welche lange nicht so verbreitet sind wie traditionelle Models.

Freizeit und Familie sind sehr begrenzt. Ein Supermodel muss für den Job quer um die Welt reisen, was einer normalen Beziehung im Weg steht. Eine Partnerschaft gibt es nur selten und ist in der Regel nicht von langer Dauer. Auch die Privatsphäre ist oft nicht vorhanden. Fans, Stylisten und Fotografen umgeben einen fast rund um die Uhr.

Zu guter Letzt haben Models einen großen Druck. Ihr Alltag ist stressig und von vielen Seiten bekommt man Kritik. Das halten manche einfach nicht aus und „retten“ sich mit dem Missbrauch von Alkohol und Drogen.
Das Leben in der Öffentlichkeit ist härter als manche Leute denken. Man sollte sich lieber zweimal überlegen, ob man dem Job als Model gewachsen ist.

Selbstvertrauen zum Ausdruck bringen

Model mit Mütze
Model mit Mütze

Bei Portraits liegt der Fokus auf dem Ausdruck und den damit verbunden Gefühlen. Wache und starke Augen und ein bestimmendes Lächeln vermitteln Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein. Doch nicht alle haben das notwendige Vertrauen in sich selbst, um dieses Gefühl der Stärke zu vermitteln, da sie an sich selbst Schönheitsmakel kritisieren. Sei es die Augenfarbe, Nasenform oder Fülle der Lippen – gegen die Natur lässt sich nur schwer etwas ausrichten. Jedoch kann man bei den Haaren etwas tricksen mit Clip-in Extensions. Oft gibt eine Prachtmähne das notwendige Selbstbewusstsein, um in die Kamera zu blicken und mit sich selbst zufrieden zu sein. Denn unter den Haarlängen kann man die Unsicherheit und Nervosität ganz einfach verstecken und auch für einen Moment vergessen.

Lange Haare sind ein Zeichen von Weiblichkeit und werden von ebenso vielen Frauen wie Männern als Schönheitsideal empfunden. Doch nicht jeder ist mit seidig langen Haaren gesegnet worden, die das Licht wiederspiegeln. Gerade bei den Portraits wird das Hauptaugenmerk auf das Gesicht gelegt, und dessen Umrahmung sind nun mal die Haare. Auch wenn man Farbakzente setzen will, sich aber nicht gleich an eine permanente Färbung traut, sind Clip-in Extensions optimal. In verschiedenen Farben, Längen und Haarstrukturen sorgen sie dafür, dass die Eigenhaare mit den Extensions verschmelzen und ein einheitliches Bild entsteht. Des Weiteren kann man dadurch auch kahlere oder dünnere Stellen verdecken, die durch beispielsweise eine Krankheit entstanden sind.

Schönheit liegt dennoch im Auge des Betrachters, aber genau bei diesen Portraits ist es wichtig, dass man sich selbst gefällt. Ob man sich selbst gefällt und man sich in seinem Körper wohlfühlt, sieht man anhand der kleinen Bewegungen, der Gestik und Mimik. Auch die Körperhaltung gibt darüber Aufschluss, wie sich die Person momentan fühlt. Ein gerader Hals, wacher Blick und zurückgezogene Schultern vermitteln Stolz, Vertrauen und Motivation. Hingegen sind absinkende Schultern und ein zusammengekniffener Mund ein Zeichen für Unbehagen und Unsicherheit. Bei einem Fotoshooting ist es neben der richtigen Ausstattung natürlich wichtig, dass sich der Fotografierte wohl fühlt. Dazu gehört neben einer angenehmen und entspannten Atmosphäre auch das Lieblingsoutfit und der richtige Style. Make-Up und Haare müssen miteinander und mit dem eigenen Typ und den individuellen Vorlieben harmonieren. Denn nur dann fühlt man sich wie man selbst und man wird dieses Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein auch auf den Portraits erkennen. Das selbstbewusste Lächeln eines jeden Menschen und das Blitzen in den Augen sind eines der schönsten Dinge, die man ganz einfach nicht am Computer retuschieren und bearbeiten kann.