Das Licht in der Fotografie

Potsdamer Platz Festival of Light 2011
Potsdamer Platz Festival of Light 2011

So wie Vincent van Gogh in seinen Gemälden das Licht nutzte, um die Stimmung in seinen Bildern wiederzugeben, so nutzt auch der Fotograf die unterschiedlichen Einflüsse des Lichts. Künstliches genauso wie natürliches Licht besitzt eine Vielzahl von Facetten, die auf das jeweilige Motiv Einfluss nehmen. Dabei sind mindestens zwei Faktoren von besonderer Bedeutung: einmal die Ausleuchtung des Hauptmotivs und einmal der Kontrast im Bild.

Für beides wird künstliches wie natürliches Licht verwendet, wobei es entweder zu einer Inszenierung nur mit künstlichem Licht kommt, zur Mischung aus künstlichem und natürlichem Licht oder zur Aufnahme nur mit natürlichem Licht.

Künstliches Licht ist entweder vom Fotografen inszeniert oder es sind alltäglice künstliche Lichtquellen, etwa die Straßenbeleuchtung, Schaufenster oder der nächtliche Straßenverkehr. Mit künstlichem Licht im Studio lässt sich natürlich am vielseitigsten „spielen“, wobei hier nun wieder die Motivauswahl sehr beschränkt ist. Gerade bei Nachtaufnahmen ist zudem die gewählte Belichtungszeit von höchster Bedeutung für das Bild.

Auch künstliches und natürliches Licht mischen sich gerade in der Fotografie häufig. Das liegt an der automatischen Belichtungsmessung vieler Kleinbildkameras und auch Handykameras. Deren Lichtsensoren messen den Nahbereich und schalten ab einem bestimmten Wert den Blitz eigenständig zu. Das kann etwa bei Porträtaufnahmen im Schatten, bei sonst sonnigem Wetter, bedingt hilfreich sein, im anderen Fall jedoch dazu führen, dass es zu einer ungewollten Überbelichtung des Nahbereichs kommt.

Das natürliche Licht erfordert vom Fotografen nicht selten viel Geduld oder das Gespür für den richtigen Zeitpunkt. Dabei werden üblicherweise Sonnentage bevorzugt und hierbei im Besonderen die frühen Morgenstunden oder die Spätnachmittage, da in diesen Zeiträumen die Sonne lange Schatten wirft und die Kontraste nicht so hart sind. Aber auch ein regnerischer oder nebliger Tag besitzt für den Fotografen seine Reize. Es kommt auf das anvisierte Motiv an.

Licht und Motiv – untrennbar verbunden

Reichhaltige Motive bieten sich natürlich in Großstädten und dies für fast jede Belichtungssituation. Etwa das imponierende Bild der Skyline von Manhattan, früh am Morgen kurz nach Sonnenaufgang, von Brooklyn aus fotografiert, während sich die Wolkenkratzer im Hudson spiegeln, genauso wie sie in der Morgensonne glitzern und die Schattenseiten der Gebäude einen wunderbaren Kontrast zeichnen. Solche Motive geben einer Fotografie eine unglaubliche Tiefe, die selbst bei qualitativ schlechteren Kameras ins Auge fällt. Motiv und Belichtung gehen folglich Hand in Hand.

Sehr viel wirkungsvoller sind derartige Aufnahmen mit einer Kamera, die über ein Objektiv verfügt, das einen großen Lichteinfall erlaubt und einen dementsprechend großen Chip besitzt. Die Rede ist hier natürlich von Systemkameras oder Spiegelreflexkameras, die gegenüber Kleinbildkameras oder Handykameras wesentliche physikalische Vorteile besitzen, die diese mit digitalen Tricks nicht ausgleichen können. Bilder solch hochwertiger und technisch überlegener Kameras eignen sich dann auch perfekt als Poster, selbst noch in Größen bis DIN A0, ohne dass auf dem Bild Pixelabstufungen zu erkennen wären. Hier finden sich weitere Infos zum Posterdruck und andere Druck-Erzeugnisse aus dem eigenen Bildarchiv.